TV- und Kino Tipps

 


arte

14. Mai 23:20
Sasha Waltz in der Elbphilharmonie: Figure Humaine

Noch vor der offiziellen Eröffnung der Elbphilharmonie in Hamburg fand ein "Housewarming" der besonderen Art statt: Mit 80 Musiker- und TänzerInnen belebten Sasha Waltz & Guests zum ersten Mal das neue Wahrzeichen Hamburgs. Die eigentliche Bühne spielt dabei nur eine Nebenrolle: Es sind die Foyers, Treppen, Gänge und Emporen, von denen sich Sasha Waltz und ihre Tänzer zu einem temperamentvollen Abend inspirieren lassen.
ARTE zeigt Ausschnitte aus den Soli, Duetten und Gruppen, die sich spielerisch zu einer ganz eigenen Lesart des Hauses verbinden. Wer die Elbphilharmonie entdecken will, kann sich von Sasha Waltz & Guests durch das Haus führen lassen.

22. Mai 02:20
Scaramouches Kinder - Ein Ballett von der Pariser Oper
Der Choreograf José Martinez
Frankreich, 2014

Das märchenhafte Ballett "Scaramouche" des spanischen Choreografen und Tänzers José Martinez wurde 2005 an der Opéra national de Paris uraufgeführt. Es handelt von einer jungen Ballettschülerin, die davon träumt berühmt zu werden. Das Stück wird von Eleven der Ballettschule der Pariser Oper getanzt, für die das Werk eigens konzipiert wurde. Aufnahmen im Theaterdekor wechseln sich ab mit Bildern, die in realen Räumlichkeiten gedreht wurden: Die Ballettaufzeichnung verwandelt die Gebäude, Straßen und Dächer von Paris zur Bühne.

28. Mai 22:55
Mr. Gaga
Der Choreograph Ohad Naharin
Israel, 2014

"Mr. Gaga" ist ein Film über Hingabe und Leidenschaft und über faszinierende Geschichten, die mit dem Körper erzählt werden. Der israelische Choreograph Ohad Naharin hat die Batsheva Dance Company in Tel Aviv zu einer der ersten Adressen des zeitgenössischen Tanzes gemacht. Ein Autodidakt mit der angeborenen Leidenschaft für Bewegung und dem unbedingten Willen, sich auch ohne klassische Tanzausbildung durchzusetzen. Diese Unbedingtheit und bedingungsloses emotionales Engagement fordert Naharin aber auch von seinen Tänzern. Als der Choreograph 1990 die Leitung der Batsheva Dance Company übernimmt, setzt er eine kleine Revolution in Gang: Zeitgenössischer Tanz wird in Israel zum wichtigsten Innovator des kulturellen Lebens, und die Batshevas werden zum führenden Kulturexport des Landes. Naharin lässt auf der Bühne die Verletzlichkeit, die Sexualität und die Persönlichkeit seiner Tänzer radikal ausstellen - die Individualität der Tänzer steht im Mittelpunkt des Geschehens. Tomer Heymann hat Naharin über viele Jahre begleitet und einen preisgekrönten Film aus Hunderten Stunden Material geschaffen. Auf internationalen Festivals hat "Mr. Gaga" bereits mehrere Preise gewonnen.

19. Juni 01:05
Let's dance! - Das ist spitze!
Frankreich, 2014

Die erste Folge widmet sich der Geschichte des Tanzes aus Sicht der Füße.
Die Geschichte des Tanzes aus Sicht der Füße - angesichts der Misshandlungen, die Tänzerfüßen widerfahren, könnte ein solcher Ansatz als Vorlage für einen Horrorfilm dienen! Doch es geht nicht nur um den Schmerz, der Fuß ist im Tanz essenziell: Technik, Physiologie, Freude, Widerstand, Musik, Erotik - und sogar Magie. Von Natur aus ist der Fuß ein für den Tanz unverzichtbarer Körperteil und der Schuh sein "Hauptwerkzeug". Jeder Tanzstil basiert auf einer bestimmten Fußarbeit, zu dem neben der richtigen Technik oft auch das entsprechende Schuhwerk gehört. So ist der Spitzenschuh zum Symbol für das klassische Ballett geworden, während die nackten Füße des zeitgenössischen Tanzes eine Art Opposition dazu bilden...

19. Juni 02:55
Let's dance! - Mein Körper gehört mir.
Frankreich, 2014

Die dritte Folge beleuchtet die Geschichte von Schönheitsidealen im Tanz des 20. Jahrhunderts.
Erst das klassische Ballett formte das Bild eines leistungsfähigen, athletischen Körpers als Ideal für einen Tänzer oder eine Tänzerin. Ein ganzes Jahrhundert lang strebte das Ballett - russische Ballett-Kompanien sind dafür beispielhaft - nach Norm und Perfektion. Der Körper eines Balletttänzers entspricht einem objektiven und universellen Ideal. Ein schlanker, muskulöser, hagerer und kräftiger Körper gilt als perfekt, als Traumkörper. Zwar gilt jener Typus noch immer als Maßstab, doch setzten sich nach und nach auch Tänzer durch, die nicht in diese Schablone passen und den Zuschauern einen Zerrspiegel vorhalten. Im zeitgenössischen Tanz sind oft auch beleibte, alte, missgestaltete oder transsexuelle Körper Teil der Inszenierung...


NDR

14. Mai 08:00
Sergej Prokofjew: Ballett Romeo und Julia Vorgestellt von Gerd Albrecht und John Neumeier

In der Sendereihe "Musik-Kontakte" stellt Professor Gerd Albrecht gemeinsam mit Ballettchef John Neumeier das Ballett "Romeo und Julia" nach der Tragödie von William Shakespeare vor. In Gesprächen mit den Solisten dieser Neumeier-Choreografie wird zudem der dornenreiche Weg des Traumberufes Tänzer sehr deutlich.

SRF1

21. Mai 23:30
Le Bal - Der Tanzpalast (Le bal)
Frankreich / Italien / Algerien, 1984

Ein halbes Jahrhundert wird von Ettore Scola in seiner meisterhaften, einzigartigen Tanzschau gespiegelt: von den dreissiger Jahren in die achtziger Jahre, von der Valse Musette über Swing und Boogie-Woogie zu Rock 'n' Roll und Disco-Sound. «Le bal» ? ursprünglich vom Ensemble des Théâtre du Campagnol unter Führung von Jean-Claude Penchenat für die Bühne geschaffen ? war vor dreissig Jahren einer der grossen Tanzfilm-Erfolge.
Der grossartig choreografierte Bilderbogen fängt ohne jeden Dialog im Tanzlokal der Zeitenwende von 1936 bis Mai 1968 an und fliesst schliesslich bis in die 1980er-Jahre.

3sat

27. Mai 15:30
Flamenco - Spaniens Urschrei

Es ist gar nicht so einfach, dem Flamenco auf die Spur zu kommen. Der Tanz hat eine lange Geschichte und erzählt von Leid und Leidenschaft. Die Ursprünge des Flamenco liegen im fernen Orient, in seiner Musik spiegelt sich die Erfahrung eines heimatlosen, vertriebenen Volkes wieder: Die Zigeuner brachten ihre Melodien über Osteuropa und Arabien ins spanische Andalusien. Dort haben sich die Klänge der Gitanos mit der dortigen Volksmusik zu einer eigenen Kunstform entwickelt.
Wo immer er auch herkommen mag, der Flamenco lebt, und das in ganz Spanien: als Touristenattraktion in den Musikkneipen Madrids, als Unterrichtsfach in den Tanzschulen Sevillas, als akademisches Studienobjekt, der "Flamencologie", an einem Institut in Jerez. Der Flamenco ist nicht an Orte gebunden, sondern vielmehr ein Lebensgefühl - es erzählt von Armut und Hunger, Stolz und Ausgelassenheit einer ausgegrenzten Volksgruppe.