Filmkunstkino - Tanzfilme

 

Am 30.8. zeigen wir im Rahmen unserer Filmreihe am 30.8. um 18:30 Uhr in den Kinos am Raschplatz „Rhythm is it“  - ein Film aus dem Jahre 2004 über die Arbeit von Sir Simon Rattle und Royston Maldoom mit 250 Kindern und Jugendlichen aus 25 Nationen, die gemeinsam für die Aufführung von Stravinskys Ballett „Le Sacre du Printemps“ proben.

Als Mitglied der Ballettgesellschaft erhalten Sie bei Vorlage Ihres Ausweises den Eintritt vergünstigt für € 7,50: kommen Sie selbst, informieren Sie Freunde und begeistern Sie sie für Tanz! Ich setze auf Ihre rege Teilnahme, damit wir diese Reihe fest etablieren können – Karten erhalten Sie telefonisch unter 0511.317802 oder an der Kasse.

 

tanz talk film
Eine Film- und Gesprächsreihe

des Kinos im Künstlerhaus, der Ballett Gesellschaft Hannover und der Staatsoper Hannover.

Konzept, Moderation: Marlis Drevermann, kultur.schaffen. Ralf Knobloch-Ziegan

 tanz talk film: eine Film- und Gesprächsreihe über Tanz, seine Geschichte(n), Stile und Entwicklungen, über die Entstehung von Produktionen, Nachwuchsarbeit, das Geschehen in Kompanien und großen Häusern. Es erwarten Sie „tanzprominente“ und fachkompetente Gäste und GesprächspartnerInnen und Tanzfilme der besonderen Art.

15. September 2017  19:30 Uhr

Unser Gesprächsgast: Laura Berman

Laura Berman ist zurzeit Operndirektorin in Basel, ab der Spielzeit 2019/2020 Intendantin der Staatsoper Hannover. Sie übernimmt dann die Nachfolge von Dr. Michael Klügl. Die studierte Musikerin und Opernregisseurin lebt seit den 80er Jahren in Deutschland. Sie machte experimentelles Musiktheater, arbeitete als Dramaturgin, leitete Tanztheaterhäuser in Darmstadt und Münster.

Das Filmprogramm im Anschluss:

MENSCH UND KUNSTFIGUR: OSKAR SCHLEMMER UND DIE BAUHAUSBÜHNE

Rekonstruktion und Regie: Margarete Hasting,  Deutschland 1969,  27 Min.

Kamera: Kurt Gewissen; Musik: Erich Ferstl; Tänzer: Werner Braun, Carlo Miskulin, Hannes Weich, Elisabeth Rösel, Inge Werndl

Im Bühnenwerk sah Bauhausdirektor Walter Gropius ein mit der Baukunst vergleichbares Zusammenspiel verschiedener Disziplinen zu einer »orchestralen Einheit«. Aus der strukturellen Verwandtschaft der beiden Künste leitete er die Notwendigkeit zur Einrichtung einer Bauhausbühne ab. Hier sollten die elementaren Elemente der »Bühnengestaltung« untersucht und neuformuliert werden. Im Zentrum der Bauhausbühne stand Oskar Schlemmer, welcher von 1923 bis 1929 die Bühnenwerkstatt leitete. Mit seinem Triadischen Ballett und den Bauhaustänzen untersuchte er im abstrakten und geometrischen Spiel mit Form, Farbe, Ton, Bewegung und Licht das Spannungsfeld von Mensch und Raum und damit grundlegende Bedingungen des theatralen Gestaltens. (absolut medien)

Ende der 60er Jahre interpretierte die Mary Wigman-Schülerin Margarete Hasting die schlemmerschen Tänze neu. Eine Fernsehproduktion für den Westdeutschen Rundfunk.

DAS TRIADISCHE BALLETTnach Oskar Schlemmer (1922)

Buch und Choreografie: Margarete Hasting, Franz Schömbs, Georg Verden

Deutschland 1970, 30 Min.

Musik: Erich Ferstl; Tänzer: Edith Demharter, Ralph Smolik, Hannes Winkler

Ein Film in drei Teilen nach den Tänzen von Oskar Schlemmer.

Eine filmische Interpretation, an der die Kostümbildnerin Margit Bárdy mit ihren Seventies-geprägten Figurinen einen wesentlichen Anteil hat!

 

10. Oktober 2017    19:30 Uhr

Unser Gesprächsgast: Jörg Mannes

Jörg Mannes ist Ballettdirektor der Staatsoper Hannover.

In Wien geboren, begann er mit acht Jahren seine Ausbildung an der Ballettschule der Wiener Staatsoper, die er in Monte Carlo, London und New York komplettierte. 1985 wurde er Mitglied des Balletts der Wiener Staatsoper. Sein Debüt als Choreograph gab er 1994 in Düsseldorf. Auf zahlreichen internationalen Wettbewerben erhielt er Preise. Nach Stationen in Bremerhaven und Linz ist Mannes seit der Saison 2006/07 Ballettdirektor an der Staatsoper Hannover.

Das Filmprogramm im Anschluss:

LA DANSE – DAS BALLETT DER PARISER OPER

Regie: Frederick Wiseman; Frankreich/USA 2009, 158 Min., Original mit deutschen Untertiteln

Frederick Wiseman, eine Legende des dokumentarischen Direct Cinema trifft auf das legendäre Ballett der Pariser Oper. Er entführt uns hinter die Kulissen dieser weltberühmten Institution, in die Ateliers, auf Proben und Premieren.

„Für mich war das, was auf den Proben geschah, oft interessanter als die förmlichen Aspekte der Aufführung. Doch andererseits entsteht, wenn alles gelingt, etwas so Schönes, dass man von der geschaffenen Illusion fortgerissen wird. Eine Illusion, die nur sechzig Sekunden währt, aber etwas, das vollkommen ist. Wenn ich das erleben darf, erfüllt mich Bewunderung - und Wehmut, weil es nicht dauern kann, weil diese Vollkommenheit vergänglich ist ..." Frederick Wiseman über LA DANSE

21. November 2017    19:30 Uhr

Unsere Gesprächsgäste: Dr. Michael Klügl und Bertram Müller

Dr. Michael Klügl ist Intendant der Staatsoper Hannover. Der in Offenbach geborene Musiker, Komponist und Musikwissenschaftler arbeitete parallel zu seiner Promotion über „Jacques Offenbach und die Dramaturgie der Operette“ als Musik- und Theaterkritiker für die Frankfurter Allgemeine Zeitung. 1985 erfolgte der Wechsel ans Theater. Auf die Oper Frankfurt folgten Stationen in Esslingen, Oberhausen, Bremen, Hamburg, Mannheim und Linz. Seit 2006/07 ist Michael Klügl Opern-Intendant und Geschäftsführer der Niedersächsischen Staatstheater Hannover GmbH.

Bertram Müller ist Gründer des Tanzhauses nrw, Düsseldorf und Vorstandsmitglied der Gesellschaft für Zeitgenössischen Tanz NRW. Von Hause aus Philosoph, Theologe und Psychologe, gründete er 1978 die werkstatt e.V. in Düsseldorf. Er war Mitbegründer der Tanzsektion European Dance Development Center (EDDC), der ELIA (European League of Institutes of the Arts) und der World Dance Alliance (WDA) Europa e.V. In Veröffentlichungen beschäftigte er sich u.a. mit Fragen der Entwicklung der Künstlerpersönlichkeit.

Das Filmprogramm im Anschluss:

FIRST POSITION – BALLETT IST IHR LEBEN

Regie: Bess Kargman, USA 2013, 98 Min., Original mit deutschen Untertiteln

Ballett ist ihr Leben! 5.000 Tänzer aus der ganzen Welt. Fünf Minuten Bühnenpräsenz. 300 Sekunden, die das ganze Leben für immer verändern. Beim YOUTH AMERICA GRAND PRIX, einem der größten und renommiertesten Ballett-Wettbewerbe, geht es für die jungen Tänzerinnen und Tänzer um alles. Sie kämpfen um eine Handvoll der besten Stipendien und Verträge der Welt. Mit Herzblut und Leidenschaft, blutigen Füßen und schmerzenden Gliedern fiebern sie einem einzigen Ziel entgegen: ihrem großen Auftritt auf den Brettern, die die Welt bedeuten. Bess Kargman begleitet in ihrem preisgekrönten Dokumentarfilm FIRST POSITION sechs junge Ausnahme-Talente bei der Vorbereitung auf diesen alles entscheidenden Moment. (Verleih)

11. Dezember 2017    19:30 Uhr

Unsere Gesprächsgäste:

Martine Dennewald, Felix Landerer und Christiane Winter (angefragt)

Martine Dennewald ist seit 2015 künstlerische Leiterin des Festivals Theaterformen. Die gebürtige Luxemburgerin, die in Leipzig Dramaturgie und in London Kulturmanagement studierte, war von 2007 bis 2011 Schauspielreferentin der Salzburger Festspiele und zuletzt Interims-Leiterin des Frankfurter Mousonturms.

Felix Landerer ist Tänzer und Choreograf. 2010 gründete er in Hannover Landerer & Company, mit der er die Potenziale des Tanztheaters als genreübergreifende Kunstform auslotet. Neben regelmäßigen Inszenierungen in der Eisfabrik ist Landerer auch international unterwegs als Haus- oder Gastchoreograf in Rotterdam, Göteborg, Bern, Portland usw.

Christiane Winter ist Leiterin des TANZtheater International Hannover. Winter ist ausgewiesene Kennerin der internationalen Tanzszene, war Jurymitglied der Tanzplattform Deutschland, beim Internationalen Choreografenwettbewerb und beim internationalen Movimentos Tanzpreis. Sie ist mehrfach ausgezeichnet für ihr Engagement für den zeitgenössischen Tanz.

Das Filmprogramm im Anschluss:

TANJA – LIFE IN A MOMENT

Regie: Sophie Hyde und Bryan Mason, Australien 2011, 79 Minuten, Originalfassung mit deutschen Untertiteln

Visuell beeindruckende und berührende Hommage an die in Deutschland geborene Tanja Liedtke. International als Tänzerin und Choreografin gefeiert, wurde sie nur 29jährig zur Leiterin der berühmten Sydney Dance Company ernannt. Der Film begeistert nicht nur Tanzfans. Weil die Geschichte einer jungen, lebenswilden, außergewöhnlichen Frau mit all ihren Höhen und großen Tragik hinreißend erzählt wird. … In seinem Kern ist "Tanja - Life in Movement" ein Film über die Quellen der Kreativität und Zerbrechlichkeit menschlichen Schaffens. Und mitreißender Ausdruck purer Lebenlust! (Verleih)

Die Tanja Liedtke Foundation verleiht im Rahmen des Choreographenwettbewerbs der Ballett Gesellschaft Hannover alljährlich einen Produktionspreis in Erinnerung an eine große viel zu früh verstorbene Künstlerin.