Veranstaltungen in Hannover

Staatsthetaer Braunschweig

Perpetuum

Tanzstück von Guy Nader und Maria Campos

Wie nimmt der Mensch den Verlauf der Zeit wahr? Diese Frage steht im Zentrum der choreografischen Arbeit des jungen Choreografen-Duos Guy Nader und Maria Campos und charakterisiert ihr grundlegendes Verständnis von Tanz. In ihren Stücken wird der Zusammenhang von Bewegung mit Zeit und Raum besonders deutlich sichtbar. Gemeinsam mit dem Ensemble des Tanztheaters Braunschweig überarbeiten sie ihr gefeiertes Tanzstück »Time Takes the Time Time Takes« für eine größere Besetzung. Eine choreografische Reise, ausgehend von baumelnden Bewegungen, welche in verschiedensten Begegnungen der Tänzerinnen und Tänzer münden und ein Perpetuum mobile herausbilden – gleich einem Rad in ständiger Bewegung, welches das Verrinnen der Zeit sinnlich erfahrbar macht.

2017 erhielten Guy Nader und Maria Campos für ihre Choreografie »Fall Seven Times« den renommierten deutschen Theaterpreis DER FAUST.

Premiere: Samstag, 02.02.2019 um 19:30 Uhr, Kleines Haus / Einführung 19:00 Uhr | anschließend Premierenfeier

Eisfabrik Hannover


tanzOFFensive 2019 , 1.2. - 2.3.2019 

BALAGAN BODY - Patricia Carolin Mai

Fr 1.2.2019 20 Uhr
Sa 2.2.2019 20 Uhr 

„Was würdest Du machen, wenn dir 60 Sekunden bleiben, um Dich in Sicherheit zu bringen?“ Diese Frage stellt Patricia Carolin Mai ihrer deutsch-israelischen Tanzproduktion und Versuchsanordnung voran. Was würdest du machen? Rennen? Innehalten? Liegen bleiben? 


VIS MOTRIX - Cocoon Dance

Fr 8.2.2019 20 Uhr
Sa 9.2.2019 20 Uhr 

Die Körper sind angespannt, so, als ob sie sich dem immer wieder anfallartig, von unsichtbarer elektrischer Energie ausgelösten Gliederzucken entgegenstemmen wollten. 

PAPIERSTÜCK - Barbara Fuchs

So 10.2.2019 15 Uhr 

Ein Tanzkonzert für Schaulustige von 1 bis 99 Jahren

Es knistert und raschelt, lässt sich falten, zerknüllen und zerreißen, es ist biegsam, formbar und kann auch schneiden. Es gibt es in vielen Farben, Größen und Stärken. Meist wird darauf geschrieben und gedruckt, gern auch gemalt oder gebastelt: Papier.


Holding it all together: Act 4 - myself&other(s) - HUBER / CHOLLET / STEIJN

Fr 15.2.2019 20 Uhr
Sa 16.2.2019 20 Uhr 

Zwei Menschen erzählen, scheinbar ganz privat, wie sie einander auf einer Party kennen gelernt und wie sie miteinander gearbeitet haben – eine mit, einer ohne Plan – und was dabei herausgekommen ist. Der holländische Performer Robert Steijn mit Hang zum Schamanismus und die Tänzerin Géraldine Chollet aus Lausanne schenken einander einen Song, einen Tanz und scheuen weder die ganz grossen Gefühle noch die körperliche Blöße. 

Phobos - Cooperativa Maura Morales

Fr 22.2.2019 20 Uhr
Sa 23.2.2019 20 Uhr 

Angst erlebt gerade ihre gesellschaftliche Renaissance. Eine der vielen Aktualitäten in Sachen Angst ist das öffentlich gewordene Ausmaß von Missbrauchsfällen von Frauen durch Männer in Führungspositionen. 
 

welcome to the comfort zone - Christian Weiss / xweiss

In deutscher oder englischer Sprache. 
Dauer: 30 Minuten. 
Sa 23.2.2019 10 - 22:45 Uhr
So 24.2.2019 11 - 20:30 Uhr 
Angst ist ein Gefühl, das jeder von uns kennt – und doch würden die meisten von uns gerne auf diese Bekanntschaft verzichten. Es ist ein subjektives Gefühl und keine äußere Tatsache. In der aktuellen Arbeit von Christian Weiß müssen die Besucher*innen vertrauen – Bilder werden einzig und allein in ihrem Gehirn konstruiert.


THE FRAGILE MAN - Esklan Arts Factory

Fr 1.3.2019 20 Uhr
Sa 2.3.2019 20 Uhr 

In Erika Silgoners Stück erkunden fünf Tänzer*innen unsere Unfähigkeit, anderen zuzuhören und uns auch über und mit anderen und über Erfolge anderer zu freuen; die Unfähigkeit, den Wert anderer Menschen anzuerkennen, weil wir um unser eigenes Ego fürchten. 

Staatstheater Hannover

NEVERMORE. EIN ABEND FÜR EDGAR ALLAN POE

Choreographien von Mauro Bigonzetti und Jörg Mannes

Uraufführung der Choreographien am 19. Januar 2019

PREMIERE | Sa 19.01.19 | 19:30 | anschl. Premierenfeier im Laves-Foyer | Opernhaus

Mauro Bigonzetti und Jörg Mannes tauchen ein in die unheimliche Welt des Edgar Allan Poe und widmen ihren gemeinsamen Ballettabend diesem Meister des Geheimnisvollen und Makabren.

Im frühen 19. Jahrhundert schrieb Edgar Allan Poe Gothic Novels und Gedichte – kurze Texte, die bis heute ihre Wirkung nicht verloren haben. Ohne Filmtricks oder Computer-Animation, allein durch die Kraft der Sprache lässt der amerikanische Autor Visionen entstehen, die uns in ihren Bann ziehen. Viele seiner literarischen Motive haben ihren Ursprung in Poes tatsächlichem Leben, das tragische Züge hatte und voller Geheimnisse war. Seine Phantasien sind geprägt von Bildern und Obsessionen, die der Schriftsteller im Alkohol- oder Drogenrausch erfahren haben mag. Aber gerade die dunklen Seiten seines Wesens, die aus seinem Werk sprechen, die Fehlstellen in seiner Biographie und sein mysteriöser Tod haben Poe in den Augen späterer Generationen eine besondere Aura verliehen.

Unübersehbare Zeichen deuten in den Geschichten von Anfang an auf das Schlimmste hin, doch nichts kann Poes Protagonisten davon abhalten, ihren Weg zu gehen. Sie verstricken sich tiefer und tiefer in wahnhafte Vorstellungen. Ob eingesperrt in einem finsteren Verlies oder in ihren marternden Visionen, sie verlieren nach und nach ihren klaren Verstand. Immer bohrender werden die Gedanken, immer quälender die Ängste, immer perfider die Martern. Poes Figuren werden selbst schuldig und gehen in unaufhaltsamem Sog ihrem Ende entgegen – in den Tod oder Irrsinn.

»Nevermore« – Nimmermehr – ist die immer gleiche Antwort des Raben in Poes berühmtem Gedicht »The Raven (Der Rabe)«, das Mauro Bigonzetti seinem Ballett zugrunde legt. Mysteriös und voller dunkler Bilder schafft es eine spukhafte Atmosphäre. Jedes Geräusch, jede Bewegung erscheint bedeutungsvoll. Der nächtliche Besuch des großen schwarzen Vogels treibt das aufgewühlte Gemüt und den überreizten Zustand eines Trauernden zum Äußersten. Bis er schließlich seiner Einbildungskraft zum Opfer fällt.

Jörg Mannes ist fasziniert von Edgar Allan Poes Kosmos des Unheimlichen. Ihr zwanghaftes Handeln wird von den Urängsten der Menschen genährt. Willkür von außen und die Abgründe im Inneren des Einzelnen bewirken ein Ausgeliefertsein an das Unausweichliche, den Sog ins Bodenlose. Die Kurzgeschichte »Die Maske des Roten Todes« gibt den Rahmen für Bilder und Figuren aus Poes Œuvre, die Mannes zu einer getanzten Welt zwischen Faszination und Obsession fügt.

Für die Musik zu Jörg Mannes´ »Grotesque & Arabesque« wurde ein Kompositionsauftrag an Stefan Johannes Hanke vergeben, der in Hannover an der Jungen Oper bereits mit »Der Teufel mit den drei goldenen Haaren« und mit »Oh, wie schön ist Panama« in Erscheinung trat.

Carlo Cerri, der seit Jahren mit Mauro Bigonzetti zusammenarbeitet, schuf unter anderem die Bühnenbilder und das Lichtdesign für »La Piaf« (2011) und »Der Prozess« (2015), die der international renommierte italienische Choreograph für das Ballett der Staatsoper kreierte.


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