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Staatstheater Hannover

Marilyn

Ballett von Jörg Mannes

Musik von Frank Sinatra, Nine Inch Nails, Marilyn Monroe u.a.

Premiere | Sa 05.05.18 | 19:30 | anschließend Premierenfeier im Laves-Foyer

Being Marilyn – ein Phänomen, das Jörg Mannes zutiefst interessiert. Er betrachtet es aus unserer Zeit heraus, in der ein erbitterter Kampf um das Wahrgenommen-Werden geführt wird. Heute gilt es, in einem Universum voller Selfies, den selbst geschaffenen Bildern gerecht zu werden. Der Monroe war das Mitte der 1950er Jahre perfekt gelungen. Doch ihr Image wurde zum Verhängnis, weil es ihr Leben determinierte und ihr eigentliches Selbst zum Verschwinden brachte. Hätte sie einen Wunsch frei, würde trotzdem manche Frau allzu gerne in Marilyns Rolle schlüpfen: Sexsymbol par excellence und Ikone des 20. Jahrhunderts.

Für alle Welt ist Marilyn Monroe die hinreißende, naive Blondine mit den aufregenden Maßen 93–58–91. Ihre Filme sind im kollektiven Gedächtnis verankert: der Thriller »Niagara« ebenso wie die Komödien »Blondinen bevorzugt«, »Wie angelt man sich einen Millionär?« oder »Das verflixte 7. Jahr«. Für »Manche mögen’s heiß« wurde sie als Beste Schauspielerin mit dem Golden Globe ausgezeichnet. Mit dem Drama »Misfits – Nicht gesellschaftsfähig« bekam sie endlich die Anerkennung als Charakterdarstellerin, die sie immer erhofft hatte. Ihre Hauptrolle, der Medienstar, war hart erarbeitet. Hin und her geschoben zwischen leiblicher Mutter, Pflegeeltern, Waisenhaus und einer verwitweten Tante, entwickelt sich die schüchterne Norma Jeane Mortenson – so ihr eigentlicher Name – zur Teenager-Schönheit. Als Arbeiterin einer Rüstungsfabrik wird sie für einen Pin-up-Kalender fotografiert und avanciert bald zum gefragten Fotomodell und Mannequin. Sie lässt ihr brünettes Kraushaar glätten und erblondet. Nach ersten kleinen Filmrollen nimmt sie Sprech-, Gesangs- und Tanzunterricht. Filmstudio-Bosse basteln gemeinsam mit der 22-Jährigen am Image der Marilyn Monroe, wie sie sich inzwischen nennt. Dazu gehören auch kleinere chirurgische Eingriffe und gebleichtes Haar. Nacktfotos sorgen für einen Skandal, und Marilyns Schlagfertigkeit bringt zusätzliche Publicity. Ihr komödiantisches Talent macht Furore, und ihre Beliebtheit steigt rasant. Doch darauf ruht sie sich keineswegs aus, sondern sie studiert »Methodacting« in Lee und Paula Strasbergs Actors Studio.

Hinter der Fassade des umjubelten Stars verbirgt sich eine Frau, von der die Welt wenig weiß. Insider schildern sie als belesen, kunstinteressiert, sozial und politisch engagiert. Aber das öffentliche Interesse gilt den drei Ehen und den Liebesbeziehungen der Monroe. Vor allem ihr Verhältnis zum US-Präsidenten John F. Kennedy und zu dessen Bruder Robert ist bis heute Gegenstand von Spekulationen – nicht zuletzt durch Marilyns legendären Auftritt mit »Happy Birthday, Mr President« zu Kennedys offizieller Geburtstagsfeier 1962 in New York. Drei Monate später findet man sie tot in ihrem Bett. Suizid oder Mord? Eine bis heute offene Frage.

 

Stadtteilzentrum Lister Turm: Alles ist tanzbar

Freitag 25. 5. ;  19.00 Uhr Frauen tanzt an!
Tanz, Text, Performances

Kreativität der heutigen Zeit und die Tanzrevolution der Vergangenheit, der Ausdruckstanz Mary Wigmans und Yvonne Georgis, stehen im Mittelpunkt dieser vielschichtigen Veranstaltung.

Monica Garcia Vincente, langjähriges Mitglied verschiedener Ballettensembles und Choreografin performt ihre neueste Produktion “Das Weiße Blatt“. Das weiße Blatt steht für den Anfang eines kreativen Prozesses. Jürgen Morgenstern untermalt die Performance am Cello.
Ninia La Grande als Poetry Slammerin setzt ihre kreative Arbeit in einem Slambeitrag um.
Zum Schluss erleben Sie eine lecture performance unter Anleitung von Sonia Rastelli, eine Ausdruckstanzstunde, in der man entweder den TänzerInnen zuschaut oder selbst mitmachen kann.

Bei dieser Veranstaltung erfahren Sie etwas über die Entstehung des Ausdruckstanzes und die Lebenswelt Mary Wigmans und Yvonne Georgis, die beide mit Hannover verbunden sind.
Die Veranstaltung des Stadtteilzentrums Lister Turm findet mit Unterstützung des Referats für Frauen und Gleichstellung der Landeshauptstadt Hannover statt.

Teilnahmebeitrag: 7,- Euro, mit HannoverAktivPass 3,50 Euro, SchülerInnen/StudentInnen ab 18 Jahre 5, 60 Euro

Karten sind ab dem 02.05. im Stadtteilzentrum Lister Turm erhältlich

 

Sonntag, 27.05., 13.00 Uhr bis 16.00 Uhr
Alles ist tanzbar
Ausdruckstanz Workshop mit Sonia Rastelli

Alles, was uns bewegt lässt sich tanzen. Stell dir vor, Du bist leicht wie eine Feder und bewegst Dich im Wind. Schon fühlst Du dich selbst leicht und lebendig und tanzt auch so. Sonia Rastelli gibt Anregungen aus der Natur, Kunst oder Poesie und die TeilnehmerInnen entdecken ihren eigenen Tanz. Ein Workshop zum Ausprobieren. Keine Vorerfahrungen nötig- ohne Übungsstress und vorgegebene Schrittkombinationen.

Leitung: Sonia Rastelli , www. alles-tanzbar.com

Mitzubringen sind nur bequeme Kleidung, Wollsocken und gerne eine Decke.
Teilnahmebeitrag: 10,- Euro, mit HannoverAktivPass 5,- Euro, SchülerInnen/ StudentInnen ab 18 Jahre 8,00 Euro. Anmeldung: Tel.168-42402
 

Neue Stadtteilführung

Freitag, 15.06., 17.00 Uhr
„Nun sagen Sie das einmal mit ihrem Körper“
Mary Wigman, Yvonne Georgi und der Ausdruckstanz in Hannover

Mary Wigman revolutionierte mit dem modernen Ausdruckstanz die Welt des Tanzes. Sie wurde 1886 in Hannover geboren und wohnte eine Zeitlang in der List, bevor sie sich ganz dem Tanz verschrieb. Zu den ersten SchülerInnen ihrer 1920 in Dresden eröffneten Schule gehörte Yvonne Georgi. Diese tanzte im hannoverschen Opernhaus als Solistin, arbeitete hier viele Jahre lang als Ballettmeisterin und Choreografin und lehrte nach dem zweiten Weltkrieg an der Musikhochschule, die damals bis zum Umzug an den Emmichplatz im Lister Turm ansässig war. Am Ende des Rundgangs im Stadtteilzentrum Lister Turm sehen Sie Originalaufnahmen aus den 1920er Jahren wie z.B. den Hexentanz von Mary Wigman.
Leitung: Martina Jung

Treffpunkt: Reesebrunnen neben der Musikhochschule, Emmichplatz
Dauer: ca. 1,5 Std.
Teilnahmebeitrag: 7,- Euro, mit HannoverAktivPass 3,50 Euro, SchülerInnen/StudentInnen ab 18 Jahre 5, 60 Euro
Anmeldung erforderlich: Tel. 168-42402

 

KUNSTFESTSPIELE HERRENHAUSEN
18.05. – 03.06.2018

 

This Here and That There – Herrenhausen Quartet

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Vlatka Horvat

Premiere: Sa 19.05. bis Mo 21.05. – 11:00-19:00 Uhr, Großer Garten - Schwanenteiche

Mit Vlatka Horvat und drei Performerinnen

Dauer Sa bis Mo jeweils 8h

Tickets: Garteneintritt, Karten nur an der Kasse des Großen Gartens erhältlich. Es gelten die Ermäßigungsberechtigungen der Herrenhäuser Gärten. 

Sa 19.05. – 21:00 Tischgespräche 1 mit Tim Etchells, Vlatka Horvart und Robert Wilson im Spiegelzelt, Tickets 18 Euro

Mit einer Marathon-Performance bespielt die in Kroatien geborene Künstlerin Vlatka Horvat die vier Wasserbecken des Großen Gartens. An drei aufeinanderfolgenden Tagen können die Zuschauer_innen miterleben, wie in den Schwanenteichen skulpturale Installationen aus 200 Stühlen entstehen. 

This Here and That There – Herrenhausen Quartet ist eine künstlerische Sisyphusarbeit: mit obsessiver Entschlossenheit stapeln und ordnen Horvat und ihre drei Mitstreiterinnen ununterbrochen Stühle, um sie dann wieder umzuräumen. In täglich wechselnden achtstündigen Ritualen entwickeln sie mal großflächige, mal reduzierte, manchmal streng geometrische, dann wieder chaotische Arrangements. 

Im Laufe dieser speziell für die KunstFestSpiele entwickelten Langzeitversion von This Here and That There alternieren die gebauten Strukturen zwischen erkennbaren Formationen und abstrakteren visuellen Formen, die sich einer eindeutigen Interpretation entziehen. Horvats skulpturale Installationen schaffen rätselhafte Bilder, die alltägliche Geschichten von Bewegung oder Stillstand und von der Faszination kontinuierlicher Handlungen hervorrufen. Während sich immer wieder neue Szenerien entwickeln, werden die Betrachter_innen zu Figuren in sich verändernden Konstellationen. Die Arbeiten von Vlatka Horvat und ihre Interventionen im öffentlichen Raum bewegen sich zwischen Skulptur, Installation, Zeichnung und Performance.

Eine Produktion der KunstFestSpiele Herrenhausen

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Hysterical Furniture

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Jonathan Burrows / Matteo Fargion / Hugo Glendinning

Premiere: So 20.05. – 18:30, Galerie

Von und mit Jonathan Burrows, Tim Etchells, Francesca Fargion, Matteo Fargion, Claire Godsmark, Hugo Glendinning

Dauer 4h, Sprache Englisch

Tickets 34 Euro / erm. 17 Euro, inkl. einer Mahlzeit mit Getränk, die im Rahmen der Performance von der freitagsküche serviert wird

Hysterical Furniture ist ein vierstündiger Abend mit Performance, Tanz, Musik, Video und Kulinarik, ein Resümee der Werke des Choreografen Jonathan Burrows und des Komponisten Matteo Fargion mit ausgewählten Gästen.

Neben Duetten von Burrows und Fargion beinhaltet das Programm ihr fabelhaftes Film-Projekt „52 Porträts“, in dem Porträtierten an immer demselben Tisch kurze gestische Choreografien zu autobiografisch inspirierten Songs aufführen. Gefilmt wurde „52 Portaits“ vom britischen Videokünstler Hugo Glendinning, dessen Arbeiten und Live-Videos während des Abends immer wieder auftauchen. Der Theatermacher und Künstler Tim Etchells zeigt seine meisterhaften Sprachimprovisationen und die Pianistin Francesca Fargion interpretiert die punkartige Musik des Malers und Komponisten Chris Newman sowie die zarte Klaviermusik des Meisters der kleinen Form, Howard Skempton. Neben dem von Claire Godsmark getanzten Solo „Der Moderne Tanz“ gehört auch ein gemeinsames Essen mit Künstler_innen und Publikum, das die Köche der freitagsküche auftischen werden, zu diesem Fest der Künste. 

Die Arbeiten von Burrows und Fargion kombinieren intellektuelle Strenge mit spontanem Witz und verbinden zeitgenössische Musik spielerisch mit virtuosen gestischen Choreografien. 

Der Titel „Hysterical Furniture“ spiegelt den anarchischen Geist des Abends, der mit dem Gegensatz zwischen der barocken Pracht der Galerie und einer unübersichtlichen Landschaft aus Stühlen, Tischen, Lautsprechern und Lampenständern spielt. 

Eine Produktion der KunstFestSpiele Herrenhausen

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Ascension in Noise

Toeplitz Gourfink – Ascension in Noise © Marie Bouvier _1_preview.jpeg

Kasper T. Toeplitz / Myriam Gourfink

Fr 25.05. – 18:00-22:00 Uhr; Sa 26.05. – 13:00-17:00 Uhr; So 27.05. – 15:00-19:00 Uhr, Galerie

Musik / Live-Elektronik Kasper Toeplitz; Choreografie / Tanz Myriam Gourfink; Tanz Deborah Lary

Dauer 4h – Einlass jederzeit möglich

Tickets 14 Euro / erm. 7 Euro, Kombiticket mit Kabinett Ferrari 18 Euro / erm. 9 Euro

So 27.05. – 19:00 Tischgespräche 4 mit Myriam Gourfink, Klaus Grünberg, Anne Kuhn, Kasper T. Touplitz im Spiegelzelt, Tickets 18 Euro

Die Klanginstallation Ascension in Noise führt uns aus unhörbaren, allein körperlich spürbaren Tiefen bis in die höchsten Klangregionen. Das gesamte menschliche Hörspektrum wird erlebbar gemacht. Mit dem fortschreitenden Aufstieg entwickeln sich faszinierende akustische Phänomene. Wie Klang-Geister erscheinen plötzlich Stimmen und Naturgeräusche und es können dramatische Schwankungen zwischen völliger Stille und lauten Geräuschen wahrgenommen werden. 

Im Herzen dieses Klang-Organismus sind zwei Tänzerinnen zu sehen. In der unendlichen Langsamkeit ihrer Bewegungen werden Myriam Gourfink und Deborah Lary zum Teil einer sich ununterbrochen verändernden lebenden Skulptur aus Geräusch und Stille.

Für dieses bewegende Erlebnis verwendet der polnisch-französische Komponist und Elektronik-Musiker Kasper T. Toeplitz nur reine Töne, die weder Obertöne noch Harmonien besitzen und in der Natur nicht existieren. Fast unmerklich verändern sich die Höhen der 120 verschiedenen Klangerzeuger im prachtvollen barocken Raum der Galerie. Toeplitz hat ihnen unterschiedliche Tempi zugeordnet, so dass sie ganz individuell das Schwingungs-Spektrum bereisen können. 

Die ungewöhnlichen, zum Teil verblüffenden Höreindrücke entstehen allein durch die Wechselwirkungen der erzeugten Klänge und unsere Positionen im Raum. Nichts wird dabei durch Lautstärkeregler oder Zuspielungen von speziellen Klängen manipuliert.   

Die Zuschauer_innen sind eingeladen sich während einer Gesamtlaufzeit von 4 Stunden in der Galerie frei zu bewegen und können die Installation zwischendurch verlassen und wieder zurückkehren.

Eine Produktion der KunstFestSpiele Herrenhausen

 

Landerer & Company

PINK OR BLUE (Part 1)_

Premiere 24. Mai, Eisfarbik

Pink or Blue (Pt.1) untersucht – als erste Doppel-Tanzproduktion von Landerer & Company – mit der Sprache des Tanzes das Weiblich- und Männlichsein. Warum ist es sofort klar, was die Farben Pink und Blau an Stereotypen transportieren? In welchen Spannungsfeldern stellt sich Geschlechtsidentität her? Aggression trifft auf Demut, Härte auf Zärtlichkeit.

Anila Mazhari, Jessica van Rüschen, Sara Enrich Bertram und Yi-Chun Liu begeben sich mit Felix Landerer in Pink or Blue (Pt.1) auf die Suche nach ihrer eigenen Definition des Weiblichen und nach ihren kulturellen und familiären Prägungen sowie ihren inneren Widersprüchen. Vier Frauen, die sich in verschiedene Rollen begeben, um am Ende eine eigene Position in diesem Spannungsfeld zu finden. Wann bin ich Pink, wann bin ich Blue? Und wer behauptet das?

Besucht eine offene Probe und gewinnt einen Einblick in die verschiedenartigen Probenprozesse und Herangehensweisen an das Thema. Der Eintritt ist frei. Keine Anmeldung nötig!

Offene Proben:
Mittwoch, 9. Mai 2018, 18-19 Uhr
Mittwoch, 16. Mai 2018, 18-19 Uhr

Pink Or Blue (Pt.1) feiert am 24. Mai 2018 Premiere in der Eisfabrik Hannover.

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Staatstheater Braunschweig

Monument 0.4: Lores & Praxes (a ritual of transformation)

Tanzstück von Guilherme Botelho

Musik von Frank Sinatra, Nine Inch Nails, Marilyn Monroe u.a.

Premiere | Fr 27.05.18 | 19:30 | anschließend Premierenfeier

Braunschweig | Großes Haus

Ein Strom aus Körpern in Bewegung, über die Breite der Bühne, im permanenten Fluss – nicht viel mehr benötigt der brasilianische, in Genf beheimatete Choreograf Guilherme Botelho für sein Stück. »Sideways Rain« besteht aus purer Fortbewegung: Ununterbrochen fallen, robben, stolpern, rennen die 21 Tänzerinnen und Tänzer, bleiben stehen, beginnen von vorne, wie Getriebene, oder als seien sie einem unsichtbaren Sog erlegen. Das anfängliche Kriechen steigert sich temporeich zu einer Folge hochkomplexer Bewegungen, die die Körper an ihre physischen Grenzen bringen. Botelho begreift dieses faszinierend einfache und mitreißend hypnotische Treiben als Sinnbild für das Menschsein an sich, für den Fluss des Lebens. 

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Ausstellung

Sa 02.06. – 13:00 – 19:00 / So 03.06. – 12:00 – 18:00, Galerie

Künstlerische Leitung Eszter Salamon

Künstlerische Mitarbeit Boglárka Börcsök

Von und mit L. Baliasnaja, S. Barnes, M. Barrantes Espinoza, A. Barrio Charmelo, B. Börcsök, B. Fritz, S. Govaart, C. Menzo, T. Willemse

Dauer 6h  – Einlass jederzeit möglich / Tickets 18 Euro / erm. 9 Euro, Kombiticket mit ZVIZDAL 28 Euro / erm. 14 Euro

Sa 02.06. – 21:00 Tischgespräche 7 mit BERLIN und Eszter Salamon im Spiegelzelt, Tickets 18 Euro

Stammes- und Kriegstänze aus den Krisenregionen der Welt, aus Asien, Afrika, Südamerika und dem Mittleren Osten sind das  Bewegungsmaterial für die kraftvolle Arbeit MONUMENT 0.4: LORES & PRAXES (a ritual of transformation). Leichtfüßig und empathisch laden uns zehn junge Tänzer_innen ein, ihnen in der Galerie Herrenhausen zu folgen oder mit ihnen zu verweilen. Die so hervorgerufenen, immer neuen Begegnungen entgrenzen den Bühnenraum radikal, können sehr intim und körperlich sein und bleiben doch immer flüchtig. Alles scheint gleichzeitig und spontan zu geschehen, dennoch folgen die Performerinnen während der mehrstündigen Arbeit einer klaren Dramaturgie, die scheinbare Passivität, Gesang und eine individuelle Ansprache des Publikums einschließt. Im Nachklang bleibt ein Flüstern, das uns noch lange verfolgt. Eszter Salamon setzt in ihrer MONUMENT-Serie Tanz- und Weltgeschichte miteinander in Beziehung. In dieser neuen Arbeit hebt sie die rituellen Aspekte des Tanzes hervor, hinterfragt Unausgesprochenes, Grenzen und Hierarchien und greift mit dem Begriff „Lore“ (aus dem englischen folk-lore) im Titel explizit die Weitergabe von Wissen auf. Die Frage: „Wie sehr verändert uns das, was wir lernen, und inwieweit verändern wir den Inhalt des Gelernten“, steht im Zentrum von Monument 0.4.

Eszter Salamon ist Choreografin, Tänzerin und Performerin, die ihre Solostücke und Ensemblearbeiten seit Jahren international zeigt. Salamon nutzt Choreografie als eine Möglichkeit, zwischen verschiedenen Medien wie Video, Klang, Text, Stimme oder Bewegung zu navigieren.

In Koproduktion mit: Internationales Sommerfestival Kampnagel in Kooperation mit dem Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Tanz im August / HAU Hebbel am Ufer in Kooperation mit KINDL Zentrum für zeitgenössische Kunst, Kunstenfestivaldesarts, Brüssel.

Mit Unterstützung von: DRAC - Regional Directory of Cultural Affairs of Paris – Ministerium für Kultur und Kommunikation und dem Hauptstadtkulturfonds. Die Entwicklung eines Teils dieses Projektes (Wars & Dances) wurde unterstützt von PACT Zollverein Essen, P.A.R.T.S. und dem NATIONALEN PERFORMANCE NETZ (NPN), Koproduktionsförderung Tanz

 


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