Landerer & Company

Eisfabrik Hannover, Premiere: 14.9.2018

PINK OR BLUE Part II

Im zweiten Teil von PINK OR BLUE begeben sich Jean Gabriel Maury, Simone Deriu, Rubén Garcia Arabit und Menghan Lou auf die Suche nach ihrer ganz eigenen Definition des Männlich- und Weiblich-Seins.

Felix Landerer greift in seiner Choreografie Themen und Motive des ersten Teils von PINK OR BLUE wieder auf - das Bewegungsrepertoire wird mit männlichen Körpern erneut vertanzt – aber erkennen wir dieses Stück wieder? Oder sitzen wir staunend vor etwas Neuem?

Das ist die Frage, und sie ist nicht leicht zu beantworten. Denn es sind nicht nur unterschiedliche kulturelle und familiäre Prägungen, die unsere Sicht der Welt verändern. Der männliche Blick, der männliche Körper, das ergibt eine andere Energie, einen anderen Rhythmus, eine andere Sichtweise.

Eine Produktion von Landerer&Company | Leitung, Choreografie: Felix Landerer | Kreation, Tanz: Rubén Garcia Arabit, Simone Deriu, Jean Gabriel Maury, Menghan Lou | Musik: Christof Littmann | Bühne: Melanie Huke | Foto, Video, Design, PR: Marc Seestaedt | Technische Leitung: Oliver Hisecke | Projektmanagement: Achim Bernsee | Assistenz Projektmanagement: Ella Henning | PR: minusmalminus | Administration: Judith Elbeshausen

Termine: 21./22./28./29.9,; 5./6./12./13.10.2018

LANDERER&COMPANY unterstützt die Kampagne BECAUSE I'M A GIRL 
von Plan International mit 1€ pro Ticket

 Staatstheater Braunschweig

Struwwelpeter

Tanzstück von Gregor Zöllig, nach dem gleichnamigen Bilderbuch von Heinrich Hoffmann

Musik und Liedtexte aus »Shockheaded Peter« von Martyn Jacques und »The Tiger Lillies« sowie Kompositionen von Laurenz Gemmer

Premiere Sa, 27. Oktober 2018, 19:30 Uhr, Großes Haus

Eines der bekanntesten Bilderbücher aller Zeiten inspiriert Choreograf Gregor Zöllig, sich in »Struwwelpeter« mit den Turbulenzen der Kindheit sowie mit einer fragwürdigen Pädagogik auseinanderzusetzen, welche für die betroffenen Kinder meist nicht folgenlos bleibt und sie für ihr Leben prägt. Musikalisch mitreißend, bilderreich und mit viel schwarzem Humor erzählt er gemeinsam mit seinen Tänzerinnen und Tänzern die Geschichten vom Daumenlutscher, vom Paulinchen und dem bösen Friederich neu und geht damit den Manipulationen der Erwachsenen auf den Grund.

Eisfabrik

 

Minako Seki / Pablo Molina
Puppets (Human Form II)

Fr 02.11.2018 20 Uhr
Sa 03.11.2018 20 Uhr

Fr 09.11.2018 20 Uhr
Sa 10.11.2018 20 Uhr

Fr 16.11.2018 20 Uhr
Sa 17.11.2018 20 Uhr
 

Eine ältere Choreographin und Tänzerin japanischer Herkunft, die schon lange in Europa lebt, trifft in Spanien einen jungen begabten Tänzer, der sie mit einem Bewegungsrepertoire fasziniert, das erstaunlich gut zu ihrem aktuellen Projekt paßt. 
Sie lädt ihn ein, eine Residenz in Hannover mit ihr zu teilen. Klingt ein bißchen wie im Märchen, ist aber die wahre Geschichte

dessen, wie es zu dieser Doppel-Residenz in der EISFABRIK gekommen ist. Vier Wochen lang arbeiten Minako Seki und Pablo Molina an einer Fortschreibung des Projektes HUMAN FORM. Am Ende soll ein Stück mit dem Titel PUPPETS stehen.

Puppen sind ein Gefäß, in das wir unsere Wünsche und Fantasien projizieren können. Sie können verkörpern, was es für uns bedeutet Mensch und lebendig zu sein. Aber was geschieht, wenn menschliche Wesen leblose Objekte darstellen, wie zum Beispiel Puppen? Wo liegt der Unterschied zwischen einem realen menschlichen Körper und einer Projektion desselben? V.a. aber: Was würde es bedeuten, wenn Menschen nur auf ihre äußere menschliche Erscheinung reduziert werden könnten?

Unter dem Titel HUMAN FORM faßt Minako Seki eine Reihe von theatral-tänzerischen Untersuchungen zusammen, in denen sie die Grenzen des Menschlichen abschreitet, indem sie dem Menschen unbelebte menschen-ähnliche Wesen oder Formen gegenüberstellt: Puppen und Roboter ebenso wie Leichen oder Gespenster.

Mit: Minako Seki (Konzept, Choreographie, Tanz); Pablo Molina (Tanz); Franca Burandt (Assistenz); Wolfgang A. Piontek (dramaturgische Begleitung, Regie, Bühne); Peter Piontek (Dramaturgie, Organisation); Mido Kawamura (Ausstattung, Kostüme); Dirk Bahl (Komposition); Volker Schreiner (Videos); Lichtdesign: Wolfgang Denker, Jörg Finger

 

Minako Seki / Pablo Molina
PHANTÔME (Human Form I)

Do 22.11.2018 20 Uhr
Fr 23.11.2018 20 Uhr
Sa 24.11.2018 20 Uhr

Mit diesem Abend stellen wir Minako Seki und Pablo Molina als Solo-Künstler vor. Während wir HUMAN FORM I schon mehrfach mit großem Erfolg in der EISFABRIK gezeigt haben, ist Molina zum ersten Mal überhaupt in Deutschland zu sehen.  
 

In seinem Solo von PHANTÔME zaubert der junge spanische Tänzer Pablo Molina mehr aus der Kapuze seines Hoodies, als man sich vorstellen kann. Und das aus einer alltäglichen Jacke wird mehr als ein Kleidungsstück. Mit ihr als einziger Begleitung läßt Molina eine Phantasie-Figur auf der Bühne entstehen und durch den Tanz lebendig werden.
Molina, der aus Spanien stammt und seine Tanzausbildung in Frankreich erhielt, nutzt Elemente des Urban Dance für den Bühnentanz, der durch seine ausgezeichnete Technik besticht und den Zuschauer immer wieder überrascht.

Im Abschluß an die Tanzperformance zeigen wir HUMAN FORM I als Film.

Was geschieht, wenn wir unser Menschsein abstreifen und zu leblosen Objekten werden? Was passiert, wenn unser Körper seinen Anspruch über seine eigene Identität aufgibt, seinen freien Willen und die Wahl zum Spiel – und damit auch jede Verantwortung? Was wird aus dem Körper, wenn er auf seine Mechanik reduziert wird?

Minako Seki untersucht die Kommunikation zwischen Bewusstsein und Unterbewusstsein, beschreibt emotionale Zustände und die Grenzen zwischen Realität und Illusion.

Choreographie / Tanz: Minako Seki; Musik: Zam Johnson; Licht: Nils Willers; Film: Alex Spiering; Schnitt: Spiering/Seki

 

Tanztheater - on Tour!
TWO

Do 29.11.2018 20 Uhr
Fr 30.11.2018 20 Uhr
Sa 01.12.2018 20 Uhr

Do 06.12.2018 20 Uhr
Fr 07.12.2018 20 Uhr
Sa 08.12.2018 20 Uhr

"Ein Füllhorn an tänzerischer Kommunikation bieten Seki und Yoshioka, wobei sie augenzwinkernd den Kontakt zum Publikum halten, während sie das Bühnengeschäft lustvoll karikieren. In seiner Professionalität und Fremdheit ein starker Akzent für den Beginn des Festivals ..." (Thomas Linden, Kölnische Rundschau)

"Die Wahrheit tut weh und Menschen sind nicht nur süß oder nett, sondern auch brutal. 70 Minuten Tanz, Inspiration und Emotionen pur, getanzt auf Weltklasse-Niveau erlebten die Besucher von "Two" und zeigten sich mit langanhaltendem Applaus erkenntlich." (Andi Goral, report-K – Internetzeitung Köln)

TWO, das ist – auch – die Geschichte zweier junger Butoh-Tänzerinnen, die 1987 durch eine Zufalls-Bekanntschaft in Berlin zusammentreffen, um dann für ein paar Jahre das Herz der ersten deutsch-japanischen Butoh-Gruppe, „Tatoeba – Théâtre Danse Grotesque“, zu bilden, ehe sich diese Mitte der 90er Jahre auflöste und die KünstlerInnen eigene Wege gingen.

Das von Wolfgang A. Piontek initiierte und inszenierte Projekt, das sie nach über 20 Jahren – in denen beide ihre eigenen künstlerischen Wege gingen – wieder zusammenbringt, ist also ein Stück über z.T. sehr persönliche Erinnerungen, wie auch eine Reflektion über die Begegnung zweier Kulturen, der japanischen und der europäischen. Es ist darüber hinaus – und diesen Aspekt finden wir, als Mitglieder einer zusehends alternden Gesellschaft, die mehr denn je der Jugend huldigt, besonders spannend - ein Stück über zwei Tänzerinnen in fortgeschrittenem Alter (55 und 63 Jahre), die noch immer tanzen und gerade aufgrund ihres Alters, aufgrund ihrer Erfahrungen, etwas ganz anderes zu sagen haben als junge TänzerInnen. Sie bringen Qualitäten und Themen in ihren Tanz und
ihre Bühnenwerke ein. Es geht nicht um höher, weiter, schneller, sondern größtmögliche Präsenz und Intensität, die Wiederentdeckung der Langsamkeit in der Auseinandersetzung mit existentiellen Themen.

 

Liliana Barros // Sara Angius
Nervure // Pantera

Do 13.12.2018 20 Uhr
Fr 14.12.2018 20 Uhr
Sa 15.12.2018 20 Uhr

Mit Liliana Barros und Sara Angius stellen wir zwei Protagonistinnen einer gerade entstehenden neuen Braunschweiger Tanzszene mit Solostücken vor, die eine als Tänzerin und Choreographin, die andere zunächst nur als Tänzerin. 
 

NERVURE war einmalig bereits im Rahmen der tanzOFFensive 2018 zu sehen. Am Anfang stand die Idee, das Bildnis einer gefallenen Ikone zu zeichnen. Entstanden ist daraus eine energiegeladene Studie über eine fiktive Persönlichkeit, halb Clown, halb tragische Figur. Liliana Barros, die nach einem mehr jährigen Engagement in Saarbrücken jetzt als freie Tänzerin und Choreografin in Braunschweig lebt, gibt darin „das Nervenbündel, einen vibrierenden Tangojunkie“ – eine „Performance so herausragend wie die Tänzerin selbst“ (Silvia Buss, Saarbrücker Zeitung).

PANTERA weiß schon nicht mehr, daß sie nur noch in ihren Gedanken lebt. Dieses schnell wechselnde Gedankenkarussell entfesselt Gefühlsstürme, die sich mal als Euphorie, dann wieder in haltloser Traurigkeit, als scheinbare Leichtigkeit und im nächsten Moment als neurotische Dramatisierung von allem, entladen und so ihren Körper manipulieren.

Geist und Körper sind immer in Bewegung bis hin zur Groteske und abstruser Komik. Kopfgeburten mit Armen und Beinen? Hat man eine Wahl? War es schon immer so? Rilkes brühmtes Gedicht “Der Panther” hat bei diesem Stück Pate gestanden. Daher auch der Titel auf portugiesisch: Pantera!

NERVURE: Tanz, Choreografie, Konzept, Bühne und Kostüm: Liliana Barros; Musik: Dictaphone

PANTERA: Tanz: Sara Angius; Choreografie, Konzept & Kostüme: Liliana Barros; Musik: Martin Mitterstieler, Rachmaninov; Licht: Jörg Finger


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