Staatstheater Hannover

MOVING LIGHTS

Choreographien von Nils Christe und Jörg Mannes

Premiere der Choreographien am 17. Februar 2018

Ein Abend voller Licht: Nils Christes und Jörg Mannes’ langjährige Künstlerfreundschaft findet Ausdruck in einem bewegenden Ballettabend.

Mit Nils Christe kommt ein gern gesehener Gast zurück nach Hannover. Der Holländer gilt als einer der herausragenden Vertreter des zeitgenössischen Tanzes. Seine Ballette gehören zum Repertoire großer Kompanien weltweit. Für Jörg Mannes’ Ensemble kreierte er 2013 »Augen. Spiegel. Seele«, 2016 folgte die Einstudierung seiner berühmten »Fünf Gedichte« zu Richard Wagners Wesendonck-Liedern. Beide Arbeiten beeindruckten durch ihre Musikalität und ihre dynamische Bewegungssprache.

Frisch und gleichzeitig packend kommt jetzt »Fearful Symmetries« auf die Bühne der Staatsoper. Das Ballett basiert auf dem gleichnamigen Orchesterwerk von John Adams. Der Komponist selbst beschreibt es als dem Pop und Minimal Rock verwandt und bezeichnet es als »Reisemusik, eine fortlaufende Bewegung über eine sich kontinuierlich wandelnde Stadtlandschaft«. Dazu choreographierte Nils Christe schier atemberaubende Bewegungsabläufe aus einem Stilmix von Klassik, Modern und Disco. Ständig wechselnde Tänzerformationen und eine präzise Lichtregie definieren in »Fearful Symmetries« den Bühnenraum immer wieder von neuem.

Licht macht sehend. Das Phänomen inspirierte Jörg Mannes 2009 zu »Lux« – seiner Auseinandersetzung mit der Wechselwirkung von Licht zu Raum, Klang und Bewegung. Als Basis für seine Kreation wählte Mannes Kompositionen von Giovanni Sollima – und entdeckte eine außergewöhnliche Affinität zu dem italienischen Ausnahmemusiker. Das Ballett »Lux« paart ein reiches tänzerisches Vokabular mit Bildern von großer Eindringlichkeit und Schönheit. Nach einhelliger Meinung von Zuschauern und Presse zählt diese Choreographie zu Mannes’ herausragenden Werken reinen Tanzes. Neun Jahre nach seiner Uraufführung kommt »Lux« zurück auf die Bühne – reicher und lebendiger als zuvor. Jetzt wird die Musik vom Niedersächsischen Staatsorchester Hannover live gespielt. Zudem erweitert Jörg Mannes das Stück beträchtlich um Tanz zu hier erstmals auf geführten Kompositionen von Giovanni Sollima. Der Cellist und Komponist zählt – nicht zuletzt seit Mannes’ Ballett »Paradiso« – zu den Publikumsfavoriten in Hannover.

 

OSTER-TANZ-TAGE 2018

27. März bis 2. April 2018 im Opernhaus

Alljährlich zu Ostern wird Hannover zum Mekka der Tanzkunst, wenn auf Einladung des Balletts der Staatsoper Hannover und seines Ballettdirektors Jörg Mannes international gefeierte Kompanien an der Leine Station machen. Der Dreiklang aus Tanz - Körper - Raum beherrscht das Festival 2018.

Sasha Waltz & Guests

»Körper« 
Karfreitag, 30. März und Karsamstag, 31. März 2018 jeweils um 19:30 Uhr im Opernhaus

 

Nach dem riesigen Erfolg mit »Sacre« 2016 ist erneut Sasha Waltz mit ihrer Kompanie bei den »Oster-Tanz-Tagen« in der Staatsoper Hannover zu Gast. »Körper« ist eines der bekanntesten Stücke der weltweit erfolgreichen deutschen Choreographin. Wie der schlichte Titel des Stücks andeutet, rückt Waltz das wichtigste Instrument des Tänzers, den Körper, in den Mittelpunkt und lotet dessen tänzerische Ausdrucksmöglichkeiten in all seinen Facetten aus. Ein großer Tanzabend, der durch die Eindringlichkeit seiner Bilder besticht.

Gauthier Dance

»Nijinski« Choreographie von Marco Goecke

Donnerstag, 29. März 2018 um 19:30 Uhr im Schauspielhaus

Eine ganz andere Form der Körperlichkeit präsentiert Gauthier Dance - bereits zum zweiten Mal bei den »Oster-Tanz-Tagen« dabei: Marco Goecke, einer der derzeit wichtigsten Choreographen Deutschlands (mehrfach für den Deutschen Theaterpreis DER FAUST nominiert und 2015 von der Fachzeitschrift »tanz« als Choreograph ausgezeichnet), kreierte für Stuttgarts zweite große Tanzkompanie seine Auseinandersetzung mit einem Tanzmythos: »Nijinski«. Wie kaum ein zweiter Tanzschaffender hat Waslas Nijinsky (1889-1950) die Entwicklung des Tanzes im 20. Jahrhundert beeinflusst. Notorische Berühmtheit erlangte der Tänzer und Choreograph mit der Uraufführung von Igor Strawinskys Skandalstück »Le Sacre du printemps«, in der Nijinskys Choreographie mit den Regeln des klassischen Balletts brach und zu einer ganz neuen Form körperlichen Ausdrucks fand.

Bayerisches Junior Ballett München

»Bilder einer Ausstellung« Choreographien von Norbert Graf, Ayman Harper, Ivan Liška

»Jardí Tancat (Der geschlossene Garten)« Choreographie von Nacho Duato

»3 Preludes« Choreographie von Richard Siegal

Dienstag, 27. März 2018 um 19:30 Uhr im Opernhaus


Bei der großen Abschlussgala anlässlich des Deutschen Tanzkongresses 2016 in Hannover fielen sie durch ihre technische Perfektion, gepaart mit jugendlicher Unbekümmertheit auf. Nun gastiert das Bayerische Junior Ballett München mit drei Stücken berühmter zeitgenössischer Choreographen. Modest Mussorgskys großes Orchesterwerk »Bilder einer Ausstellung« ist in einer humorvollen Choreographie von Norbert Graf, Ayman Harper und Ivan Liška zu sehen. Mit »Jardí Tancat (Der geschlossene Garten)« steht eine der besten Arbeiten von Nacho Duato auf dem Programm. Duato, Intendant des Staatsballetts Berlin, ist einer der Fixpunkte der internationalen Tanzszene und in Hannover keineswegs ein Unbekannter: in seiner ersten Spielzeit als Ballettdirektor der Staatsoper Hannover brachte Jörg Mannes Duatos Choreographie »Duende« ins Opernhaus. Mit »3 Preludes« zu Musik von George Gershwin ist auch ein Werk von Richard Siegal zu sehen, einem der einflussreichsten Choreographen unserer Tage, der in Zusammenarbeit mit Künstlern anderer Sparten dem Tanz wesentliche neue Impulse gegeben hat.

tanzOFFensive 2018
Exceso de la nada - Cooperativa Maura Morales

Fr 02.02.2018 20 Uhr
Sa 03.02.2018 20 Uhr
So 04.02.2018 20 Uhr

COMMEDIA FUTURA startet mit einem üppigen Festival ins neue Jahr. Aus Anlaß des 30. Jahrestags der Eröffnung des Schwarzen Saals kommen internationale Gäste: Aus Budapest Ferenc Fehér, aus Prag Lenka Vagnerova&Company, aus Italien die Esklan Art’s Factory, aus der Schweiz das Duo Jaccard/Schelling (Drift), aus Deutschland Jan Jedenak (Dekoltas Handwerk). Zum Auftakt gibt esMaura Morales „Exceso de la nada“ (Überfluß des Nichts), in dem sie sich mit ihrer kubanischen Heimat auseinandersetzt, und am Ende hat die portugiesische Tänzerin Liliana Barros eine starken Solo-Auftritt. Macht summa summarum 20 Abende aktuelles Tanztheater.

Tanz, so zeigt das Festival, ist nicht gleich Tanz, zumal die Randbereiche sind unscharf, aber gerade deshalb umso spannender. Das Festival-Programm wird ergänzt durch eine Reihe von Workshops. Eine Tanzfilmreihe im KoKi ist in Planung. Und natürlich darf die Jubiläums-Feier nicht fehlen. Am Sonnabend, 3. März, gibt es nach der Performance der Esklan Art’s Factory zunächst Musik von der Harfenistin Léel, ehe die Party mit DJ O:Lee steigt. 
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Eisfabrik Hannover - tanzOFFensive 2018


Mil Luces - Franz Frautschi

So 04.02.2018 17 Uhr

In seinem Tanzfilm MIL LUCES de Bolivia dokumentiert der Schweizer Tänzer, Choreograph und Pianist seine Arbeit mit jungen Tänzer*innen in Südamerika. 
 

Mah Hunt - Lenka Vagnerova &Company

Fr 09.02.2018 20 Uhr
Sa 10.02.2018 20 Uhr

Zwei Menschen wollen es mit der Jagd versuchen. In einer Welt ohne Tiere vermissen sie deren Regeln. Aber was erwarten sie? Und wie leicht kann der Jäger selbst zum Gejagten weren. 
 

Trickster - Dekoltas Handwerk

Fr 16.02.2018 20 Uhr
Sa 17.02.2018 20 Uhr

Inspiriert von der mythologischen Gestalt der Tricksterfigur und Jahrmarktsspielen inszeniert Jan Jedenak ein Spiel mit der Sehnsucht nach Verwandlung, der Lust an der Manipulation und der Verantwortung des Publikums. 


Clouds in my room - jaccard/schelling drift
Do 22.02.2018 20 Uhr
Fr 23.02.2018 20 Uhr
Sa 24.02.2018 20 Uhr
 

Eine Konzert-Trickfilm-Performance.

Eine Frau nimmt die Form 'Solo' beim Wort und zum Anlass sich selber und ihre Repräsentation in allen ihren Aspekten in Bezug auf

Stille - :Sabine Seume.Ensemble

So 25.02.2018 15 Uhr
Mo 26.02.2018 10 Uhr
 

Tanztheater für alle ab 5 Jahren mit Live Musik

Wie still können Schneeflocken sein? Wie still kann ein Eisberg sein? Wie still kann die Welt sein? Wie still kann das Chaos sein? Spielerisch, fantasievoll, provozierend, schneestöbernd, tobt die Stille durch den Raum. Konzentriert, gespannt auf das Neue.

4 John - Esklan Art's Factory

Fr 02.03.2018 20 Uhr
Sa 03.03.2018 20 Uhr

4 JOHN ist eine Studie über Geräusch und Stille, über Klangphänomene und ihre Dynamik, eine Vergung vor dem amerikanischen Komponisten John Cage. Eine zentrales Element der Arbeit ist das Zusammenspiel von Künstlern und Publikum. Das geht soweit, daß dieses Zusammenspiel die Ausführung und Dauer der Tanzperformance beeinflußt. 
 


Nervure - Liliana Barros

Do 08.03.2018 20 Uhr

NERVURE von Liliana Barros begann als 11minütiges Solo-Stück und hieß zunächst „“Good bye Pavlova“. Die Idee: Das Bildnis einer gefallenen Ikone zu zeichnen. 
 


Imago - Ferenc Fehér

Do 08.03.2018 21 Uhr
Geboren werden...
Kämpfen...
Eine Mann werden?
Ich würde keine menschlichen Gefühle spüren.

... so kurz und bündig ist die Bescheibung, die Ferenc Fehér zu IMAGO liefert. Das Solo wurde 2017 mit einem Sonderpreis des 19. Contemporary Dance Festivals in Veszprém (Ungarn) ausgezeichnet.


Station - Ferenc Fehér

Fr 09.03.2018 20 Uhr
Sa 10.03.2018 20 Uhr
„Die ist nicht die Geschichte einer netten Familie, die am Bahnhof wartet. Wir waren drei Jahre alt, als wir verschwanden. Wir leben jetzt seit 123 Jahren in diesem abgeriegelten Raum, der bei den Leuten als DER BAHNHOF bekannt ist.

 

KUNSTFESTSPIELE HERRENHAUSEN
18.05. – 03.06.2018

 

This Here and That There – Herrenhausen Quartet

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Vlatka Horvat

Premiere: Sa 19.05. bis Mo 21.05. – 11:00-19:00 Uhr, Großer Garten - Schwanenteiche

Mit Vlatka Horvat und drei Performerinnen

Dauer Sa bis Mo jeweils 8h

Tickets: Garteneintritt, Karten nur an der Kasse des Großen Gartens erhältlich. Es gelten die Ermäßigungsberechtigungen der Herrenhäuser Gärten. 

Sa 19.05. – 21:00 Tischgespräche 1 mit Tim Etchells, Vlatka Horvart und Robert Wilson im Spiegelzelt, Tickets 18 Euro

Mit einer Marathon-Performance bespielt die in Kroatien geborene Künstlerin Vlatka Horvat die vier Wasserbecken des Großen Gartens. An drei aufeinanderfolgenden Tagen können die Zuschauer_innen miterleben, wie in den Schwanenteichen skulpturale Installationen aus 200 Stühlen entstehen. 

This Here and That There – Herrenhausen Quartet ist eine künstlerische Sisyphusarbeit: mit obsessiver Entschlossenheit stapeln und ordnen Horvat und ihre drei Mitstreiterinnen ununterbrochen Stühle, um sie dann wieder umzuräumen. In täglich wechselnden achtstündigen Ritualen entwickeln sie mal großflächige, mal reduzierte, manchmal streng geometrische, dann wieder chaotische Arrangements. 

Im Laufe dieser speziell für die KunstFestSpiele entwickelten Langzeitversion von This Here and That There alternieren die gebauten Strukturen zwischen erkennbaren Formationen und abstrakteren visuellen Formen, die sich einer eindeutigen Interpretation entziehen. Horvats skulpturale Installationen schaffen rätselhafte Bilder, die alltägliche Geschichten von Bewegung oder Stillstand und von der Faszination kontinuierlicher Handlungen hervorrufen. Während sich immer wieder neue Szenerien entwickeln, werden die Betrachter_innen zu Figuren in sich verändernden Konstellationen. Die Arbeiten von Vlatka Horvat und ihre Interventionen im öffentlichen Raum bewegen sich zwischen Skulptur, Installation, Zeichnung und Performance.

Eine Produktion der KunstFestSpiele Herrenhausen

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Hysterical Furniture

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Jonathan Burrows / Matteo Fargion / Hugo Glendinning

Premiere: So 20.05. – 18:30, Galerie

Von und mit Jonathan Burrows, Tim Etchells, Francesca Fargion, Matteo Fargion, Claire Godsmark, Hugo Glendinning

Dauer 4h, Sprache Englisch

Tickets 34 Euro / erm. 17 Euro, inkl. einer Mahlzeit mit Getränk, die im Rahmen der Performance von der freitagsküche serviert wird

Hysterical Furniture ist ein vierstündiger Abend mit Performance, Tanz, Musik, Video und Kulinarik, ein Resümee der Werke des Choreografen Jonathan Burrows und des Komponisten Matteo Fargion mit ausgewählten Gästen.

Neben Duetten von Burrows und Fargion beinhaltet das Programm ihr fabelhaftes Film-Projekt „52 Porträts“, in dem Porträtierten an immer demselben Tisch kurze gestische Choreografien zu autobiografisch inspirierten Songs aufführen. Gefilmt wurde „52 Portaits“ vom britischen Videokünstler Hugo Glendinning, dessen Arbeiten und Live-Videos während des Abends immer wieder auftauchen. Der Theatermacher und Künstler Tim Etchells zeigt seine meisterhaften Sprachimprovisationen und die Pianistin Francesca Fargion interpretiert die punkartige Musik des Malers und Komponisten Chris Newman sowie die zarte Klaviermusik des Meisters der kleinen Form, Howard Skempton. Neben dem von Claire Godsmark getanzten Solo „Der Moderne Tanz“ gehört auch ein gemeinsames Essen mit Künstler_innen und Publikum, das die Köche der freitagsküche auftischen werden, zu diesem Fest der Künste. 

Die Arbeiten von Burrows und Fargion kombinieren intellektuelle Strenge mit spontanem Witz und verbinden zeitgenössische Musik spielerisch mit virtuosen gestischen Choreografien. 

Der Titel „Hysterical Furniture“ spiegelt den anarchischen Geist des Abends, der mit dem Gegensatz zwischen der barocken Pracht der Galerie und einer unübersichtlichen Landschaft aus Stühlen, Tischen, Lautsprechern und Lampenständern spielt. 

Eine Produktion der KunstFestSpiele Herrenhausen

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Ascension in Noise

Toeplitz Gourfink – Ascension in Noise © Marie Bouvier _1_preview.jpeg

Kasper T. Toeplitz / Myriam Gourfink

Fr 25.05. – 18:00-22:00 Uhr; Sa 26.05. – 13:00-17:00 Uhr; So 27.05. – 15:00-19:00 Uhr, Galerie

Musik / Live-Elektronik Kasper Toeplitz; Choreografie / Tanz Myriam Gourfink; Tanz Deborah Lary

Dauer 4h – Einlass jederzeit möglich

Tickets 14 Euro / erm. 7 Euro, Kombiticket mit Kabinett Ferrari 18 Euro / erm. 9 Euro

So 27.05. – 19:00 Tischgespräche 4 mit Myriam Gourfink, Klaus Grünberg, Anne Kuhn, Kasper T. Touplitz im Spiegelzelt, Tickets 18 Euro

Die Klanginstallation Ascension in Noise führt uns aus unhörbaren, allein körperlich spürbaren Tiefen bis in die höchsten Klangregionen. Das gesamte menschliche Hörspektrum wird erlebbar gemacht. Mit dem fortschreitenden Aufstieg entwickeln sich faszinierende akustische Phänomene. Wie Klang-Geister erscheinen plötzlich Stimmen und Naturgeräusche und es können dramatische Schwankungen zwischen völliger Stille und lauten Geräuschen wahrgenommen werden. 

Im Herzen dieses Klang-Organismus sind zwei Tänzerinnen zu sehen. In der unendlichen Langsamkeit ihrer Bewegungen werden Myriam Gourfink und Deborah Lary zum Teil einer sich ununterbrochen verändernden lebenden Skulptur aus Geräusch und Stille.

Für dieses bewegende Erlebnis verwendet der polnisch-französische Komponist und Elektronik-Musiker Kasper T. Toeplitz nur reine Töne, die weder Obertöne noch Harmonien besitzen und in der Natur nicht existieren. Fast unmerklich verändern sich die Höhen der 120 verschiedenen Klangerzeuger im prachtvollen barocken Raum der Galerie. Toeplitz hat ihnen unterschiedliche Tempi zugeordnet, so dass sie ganz individuell das Schwingungs-Spektrum bereisen können. 

Die ungewöhnlichen, zum Teil verblüffenden Höreindrücke entstehen allein durch die Wechselwirkungen der erzeugten Klänge und unsere Positionen im Raum. Nichts wird dabei durch Lautstärkeregler oder Zuspielungen von speziellen Klängen manipuliert.   

Die Zuschauer_innen sind eingeladen sich während einer Gesamtlaufzeit von 4 Stunden in der Galerie frei zu bewegen und können die Installation zwischendurch verlassen und wieder zurückkehren.

Eine Produktion der KunstFestSpiele Herrenhausen

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Monument 0.4: Lores & Praxes (a ritual of transformation)

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Ausstellung

Sa 02.06. – 13:00 – 19:00 / So 03.06. – 12:00 – 18:00, Galerie

Künstlerische Leitung Eszter Salamon

Künstlerische Mitarbeit Boglárka Börcsök

Von und mit L. Baliasnaja, S. Barnes, M. Barrantes Espinoza, A. Barrio Charmelo, B. Börcsök, B. Fritz, S. Govaart, C. Menzo, T. Willemse

Dauer 6h  – Einlass jederzeit möglich / Tickets 18 Euro / erm. 9 Euro, Kombiticket mit ZVIZDAL 28 Euro / erm. 14 Euro

Sa 02.06. – 21:00 Tischgespräche 7 mit BERLIN und Eszter Salamon im Spiegelzelt, Tickets 18 Euro

Stammes- und Kriegstänze aus den Krisenregionen der Welt, aus Asien, Afrika, Südamerika und dem Mittleren Osten sind das  Bewegungsmaterial für die kraftvolle Arbeit MONUMENT 0.4: LORES & PRAXES (a ritual of transformation). Leichtfüßig und empathisch laden uns zehn junge Tänzer_innen ein, ihnen in der Galerie Herrenhausen zu folgen oder mit ihnen zu verweilen. Die so hervorgerufenen, immer neuen Begegnungen entgrenzen den Bühnenraum radikal, können sehr intim und körperlich sein und bleiben doch immer flüchtig. Alles scheint gleichzeitig und spontan zu geschehen, dennoch folgen die Performerinnen während der mehrstündigen Arbeit einer klaren Dramaturgie, die scheinbare Passivität, Gesang und eine individuelle Ansprache des Publikums einschließt. Im Nachklang bleibt ein Flüstern, das uns noch lange verfolgt. Eszter Salamon setzt in ihrer MONUMENT-Serie Tanz- und Weltgeschichte miteinander in Beziehung. In dieser neuen Arbeit hebt sie die rituellen Aspekte des Tanzes hervor, hinterfragt Unausgesprochenes, Grenzen und Hierarchien und greift mit dem Begriff „Lore“ (aus dem englischen folk-lore) im Titel explizit die Weitergabe von Wissen auf. Die Frage: „Wie sehr verändert uns das, was wir lernen, und inwieweit verändern wir den Inhalt des Gelernten“, steht im Zentrum von Monument 0.4.

Eszter Salamon ist Choreografin, Tänzerin und Performerin, die ihre Solostücke und Ensemblearbeiten seit Jahren international zeigt. Salamon nutzt Choreografie als eine Möglichkeit, zwischen verschiedenen Medien wie Video, Klang, Text, Stimme oder Bewegung zu navigieren.

In Koproduktion mit: Internationales Sommerfestival Kampnagel in Kooperation mit dem Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Tanz im August / HAU Hebbel am Ufer in Kooperation mit KINDL Zentrum für zeitgenössische Kunst, Kunstenfestivaldesarts, Brüssel.

Mit Unterstützung von: DRAC - Regional Directory of Cultural Affairs of Paris – Ministerium für Kultur und Kommunikation und dem Hauptstadtkulturfonds. Die Entwicklung eines Teils dieses Projektes (Wars & Dances) wurde unterstützt von PACT Zollverein Essen, P.A.R.T.S. und dem NATIONALEN PERFORMANCE NETZ (NPN), Koproduktionsförderung Tanz

 


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